Unterquerung Jona
In Rapperswil-Jona entsteht derzeit ein anspruchsvolles Ingenieurbauwerk: Die Jona wird gleich mit mehreren Leitungen unterquert.
Neben zwei Anergieleitungen und einer Transportleitung für die Wasserversorgung wird auch ein Düker für die Kanalisation erstellt. Das Dükerbauwerk umfasst drei Kanalisationleitungen mit unterschiedlichen Dimensionen. Das Dükeroberhaupt wird als Ortsbetonschacht ausgeführt.
Besonders anspruchsvoll ist dabei die rund 10 Meter tiefe Baugrube. Feinanteile und organische Bestandteile im Baugrund, ein hoher Grundwasserspiegel sowie die zusätzlichen Strassenlasten führen zu ausserordentlich hohen Einwirkungen auf die Baugrubensicherung.
Um trotz dieser Randbedingungen eine wirtschaftliche Lösung mit Spundwänden zu ermöglichen, wurde eine Unterwasserbetonsohle als Spriessplatte eingebaut. Damit konnte der Baugrubenabschluss konstruktiv optimiert und auf eine aufwendigere Spriesskonstruktion verzichtet werden.
Eine weitere Herausforderung ist die Jona selbst: Ihr Abfluss kann bei Niederschlägen sehr rasch ansteigen und zu Hochwasser führen. Gleichzeitig müssen die Schachenstrasse und die Busverbindung während der gesamten Bauzeit aufrechterhalten werden.
Für den Einbau des Spundwandkastens im Bereich der Schachenstrasse mussten zudem zahlreiche bestehende Werkleitungen vorgängig umgelegt werden.
Bildercredit Drohnenbild: STRABAG